Zelte haben ausgedient
8. Februar 2010 | Von atsil | Kategorie: Support Humanity!, extension2Die Flüchtlinge von Morgen werden in Slums leben und nicht in Zelten.
Die Flüchtlinge von Morgen werden in Slums leben und nicht in Zelten.
Die neue Regierung Simbabwes mit Doppelspitze ist keine ideale Konstruktion.
Die Verbrechen Robert Mugabes, des Präsidenten von Simbabwe, haben Menschenleben zerstört und vernichtet. Dafür sollte er durch ein zuständiges Gericht belangt werden.
Sie haben das Aussehen von Straßenkindern, eingehüllt in Lumpen, die genauso sauber sind, wie Mechanikerlappen – ihre Augen stets auf der Suche nach jedem Stückchen verwertbaren Mülls.
Entlang einer Strasse in der Region Matabe sammeln barfüssige Kinder ihre Taschen mit Maiskörnern voll, die von einem Lastwagen gefallen sind, so als wären die kleinen braunen Brocken, die in normalen Zeiten nur als Viehfutter dienen würden, Goldmünzen.
Der Fall Simbabwe sollte für sein eigenes Volk nicht nur eine Tragödie darstellen. Vielmehr bietet er eine unschätzbare Gelegenheit darüber nachzudenken, wie verschieden die Welt von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachtet doch aussehen kann.
Robert Mugabe hat unlängst unnachgiebig und brutal seine Wiederwahl zum Präsidenten von Simbabwe gestohlen. Nun müssen die politischen Führer Afrikas, die viel zu lange weggeschaut haben, überlegen, was sie tun wollen.
Die Menschen in Simbabwe litten seit so vielen Jahrzehnten unter dem weißen Rassismus, daß das Letzte was sie bräuchten, eine Entschuldigung für Robert Mugabes Brutalität dessen Hautfarbe wäre.
Die afrikanischen Länder sollten ihre Heldenverehrung beenden und Wege finden, Robert Mugabe davon zu überzeugen, daß eine friedliche Machtübergabe an Morgan Tsvangirai möglich ist.
(The New York Times) DONNERSTAG, den 1. Mai 2008
http://www.iht.com/articles/2008/05/01/opinion/edzimba.php