Sudan: Darfur und Kordofan
2. November 2008 | Von atsil | Kategorie: V.I.P.-DiaryInterview mit Ulrich Delius, Afrika- und Asien-Referent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) über die Situation in Darfur, in Kordofan; über den LRA-Kinderraub und über das schwache Engagement der Deutschen gegen den Völkermord in Darfur.
“Es liegt in der politischen Tradition des Sudan und ist eine typische Strategie der dortigen Machthaber, daß jedesmal, wenn der politische Druck von außen zunimmt, Fortschritte bei der Demokratisierung des Landes zu erzielen, der Druck im Landesinneren erhöht wird, um genau dieses zu verhindern - mit der dann fadenscheinigen Begründung, es ginge auch diesmal nicht, weil…
Veränderungen können im Sudan nur dadurch erzielt werden, daß Druck aufgebaut wird. Ohne die Androhung von Konsequenzen, von Sanktionen bleibt Friedensarbeit ein zahnloser Tiger.”

