Vertriebene Tamilen in Sri Lanka
6. Oktober 2009 | Von atsil | Kategorie: Read the World!, extensionTamilische Flüchtlinge beschrieben die Lager als Teil einer Völkermord-Agenda. Die Regierung selbst nennt die Lager “Wohlfahrtszentren”.
Tamilische Flüchtlinge beschrieben die Lager als Teil einer Völkermord-Agenda. Die Regierung selbst nennt die Lager “Wohlfahrtszentren”.
Der konventionelle Blick urteilt: Afrika = Völkermord in einer Diktatur. Aber das ist faktisch falsch.
Als der Internationale Strafgerichtshof am Mittwoch den Strafbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten ausstellte, hätte ein achtjähriger Junge namens Bakit Musa am liebsten Beifall geklatscht – wenn er noch Hände hätte.
Die ungleiche Partnerschaft zwischen den ruandischen und kongolesischen Mächten, die zur Gefangennahme des Warlord-Führer Laurent Nkunda führten, ist eine gutes Zeichen in dieser kriegsgebeutelten Region.
Der Sudan fürchtet die neue Regierung unter Präsident Obama, was bedeutet dass zum ersten Mal seit Jahren eine reelle Chance besteht, Präsident Omar Hassan al Bashir und sein mörderisches Regime aus dem Amt zu entfernen.
Obwohl die “UN-Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes” diesen hätte verhindern sollen, ist die Kette dieser furchtbaren Verbrechen bis heute nicht abgerissen. In Afrika, Asien, Europa, Südamerika und im Nahen Osten hat es seit 1948 Genozide gegeben, ohne dass die internationale Gemeinschaft den Opfern rechtzeitig zu Hilfe gekommen ist.
Die UN bezeichnet den “Krieg der Plünderer” als die “schlimmste menschliche Katastrophe der Welt”, der mit 500.000 Toten – “einem Äquivalent von zwei Tsunamis” – jedes Jahr über die Zivilbevölkerung herfällt.
Der 9. November ist nicht nur ein Tag der Demonstration gegen den Völkermord. Er ist auch der 70. Jahrestag der sog. “Kristallnacht” von 1938 im Dritten Reich. In dieser Nacht hat der deutsche Mob, angestachelt durch die Nazi-Propaganda, jüdische Wohnungen, Geschäfte und insbesondere die Synagogen zerstört und 96 Menschen ermordet.
“Wir haben den militärischen Vorstoß im Irak gesehen. Wir haben den Entwicklungs-vorstoß gesehen, den die NATO für Afghanistan ankündigte. Was im Sudan und darüber hinaus am Horn und im Osten von Afrika unbedingt nötig ist, das ist ein Friedensvorstoß.”
“Es liegt in der politischen Tradition des Sudan und ist eine typische Strategie der dortigen Machthaber, daß jedesmal, wenn der politische Druck von außen zunimmt, Fortschritte bei der Demokratisierung des Landes zu erzielen, der Druck im Landesinneren erhöht wird, um genau dieses zu verhindern – mit der dann fadenscheinigen Begründung, es ginge auch diesmal nicht, weil…
Veränderungen können im Sudan nur dadurch erzielt werden, daß Druck aufgebaut wird. Ohne die Androhung von Konsequenzen, von Sanktionen bleibt Friedensarbeit ein zahnloser Tiger.”
Könnten so wohlbekannte karitative Marken wie Welthungerhilfe, Rotkreuz, Caritas, Misereor, Brot für die Welt etc. ihren Rückhalt in der Bevölkerung nicht viel effektiver nutzen? Für einen Angriff auf China?
Josef Reich, der Initiator von RettetDarfur, appelliert an die deutschen Hilfsorganisationen
Es waren nicht irgendwelche Aufständische aus dem erdölreichen Süd-Kordofan, die den Darfur-Rebellen ein Beispiel waren, sondern umgekehrt nahmen sich die Reitermilizen in Darfur, die Janjaweed, ein Beispiel an ihren Stammesbrüdern, den Baggara alias Al-Misseriya: Landraub, Ausbeutung und Ausrottung der als “minderwertig” – weil nicht- oder weniger arabisch – angesehenen Bevölkerung.
In einem trostlosen Bericht an den Sicherheitsrat der UN (S/2008/659) hat der Generalsekretär Ban Ki Moon die dramatische Situation der Menschen in der Darfur-Region geschildert. In der Hauptsache machte er die Kämpfe in der Darfur-Region für die Vertreibung von statistisch täglich 1.000 Menschen verantwortlich – über 230.000 Zivilisten mußten 2008 aufgrund von Gewalttätigkeiten ihre Heimat verlassen.
Am Samstag, dem 11.10.2008, hat der stell-vertretende UN-Generalsekretär für Friedens-angelegenheiten, Alain Le Roy, im Auftrag der Mission der UN und der afrikanischen Union in Darfur (UNAMID) der chinesischen Friedens-truppe die Darfur-Friedensmedaille verliehen. Daß zwei Tage vorher Le Roy ruandische UNAMID-Truppen mit den gleichen Medaillen auszeichnete – insbesondere jene sieben Soldaten, die am 8. Juli 2008 in Shangil Tobaya bei einem Überfall ermordet wurden -, blieb in der chinesischen Presse unerwähnt.