Paul Krugman (* 28. Februar 1953 in New York), ein US-amerikanischer Ökonom und Autor, erhielt am 13.10. 2008 den Wirtschaftsnobelpreises. 2008. Er ist Begründer der Neuen Ökonomischen Geographie. In den Vereinigten Staaten ist er besonders durch seine wöchentlichen Kolumnen in der New York Times über Fachkreise hinaus bekannt geworden.
Krugman ist der Enkel eines jüdischen Einwanderers aus Weißrussland. Nach der High School studierte er Wirtschaftswissenschaften. Im Jahre 1977 schloss er seine Doktorarbeit am Massachusetts Institute of Technology mit einer Arbeit über flexible Wechselkurse ab. Kurz darauf trat er seine erste Professur an der Yale University an. 1982 Wirtschaftsberater in der Regierung Ronald Reagans, jedoch mit wenig Erfolg.
1991 Auszeichnung mit der John-Bates-Clarke-Medaille als bester Nachwuchswissenschaftler. Danach Berater von Bill Clinton in dessen Zeit als Präsidentschaftskandidat. Statt mit Clinton zusammen ins Weiße Haus einzuziehen, freiberufliche Tätigkeit als Sachbuchautor und Kolumnist von Fachzeitschriften wie Fortune, Foreign Affairs und Slate.
1998 Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin. Zwei Jahre später der Horst-Recktenwald-Preis für Nationalökonomie. Nach Lehrauftragsstationen an der Yale University, am MIT und an der Stanford University, lehrt er derzeit an der Princeton University.
Berühmt wurde Krugman insbesondere duch seine wöchentlichen Kolumnen in der “New York Times”, in der er bis zum heutigen Tage mit spitzer Feder und wohlbegründet die Politik der Regierung Bush kritisiert.
Krugman ist mit der Princeton-Professorin Robin Wells verheiratet. Die beiden verfaßten ein Lehrbuch über Mikro- und Makroökonomie mit dem Titel “Economics”.
Paul Krugman erhielt 2008 den Wirtschaftsnobelpreis insbesondere für seine “Analyse von Handelsstrukturen und Standorten ökonomischer Aktivität”, das dem Gebiet der “New Trade Theory” und der “Neuen Ökonomischen Geographie” zugeordnet wird.
Quelle: wikipedia.org
In einem Interview im Juni 2008 in der Zeitschrift CICERO - vier Monate vor der Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises - erläuterte Krugman seine These vom politischen Wandel in den USA. Er erklärt den Grund für die 40jährige politische Dominanz der Republikaner: Rassismus der Südstaaten-Wähler als Reaktion auf die Gleichstellungsgesetze in den 1950er Jahren. Er erläutert, wie die Wahlkampfspenden einiger weniger sehr Reicher die politischen Prozesse in den USA korrumpieren und warum im Amerika des 21. Jahrhunderts der afro-amerikanische Präsdientschaftskandidat die Wahlen gewinnen kann.
Lesen Sie das vollständige Interview: Warum Obama gewinnen wird! - Interview mit Paul Krugman
Der Grund für die Aufnahme Paul Krugmans in unsere Favoritenliste ist seine Sozialkritik als Wirtschaftsexperte, die er wohlbegründet und allgemein nachvollziehbar darlegt.
Weiterführende Links:
- Paul R. Krugman (wikipedia.org)
- Die Neue Ökonomische Geographie: Ein Überblick - von Michael Pflüger
- Doha-Runde (wikipedia.org)
- The Unofficial Paul Krugman-Archive
- The conscience of a Liberal - Paul Krugman-Blog (NYT)
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