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Eine Darfuri-Frau zu John Prendergast, Menschenrechtsaktivist

Halima - Mein Weg aus der Hölle von Darfur

Tausende Frauen wurden seit Februar 2003 in Darfur vergewaltigt. Denn Vergewaltigung wird in Darfur als Kriegswaffe eingesetzt. Die Ärztin Halima Basheer behandelte vergewaltigte Schülerinnen im Alter von 8 bis 13 Jahren, nachdem Milizen und sudanesische Soldaten eine Grundschule überfallen hatten. “Die Mädchen standen unter Schock, bluteten, schrieen und weinten. Es war entsetzlich”, erklärte die Ärztin. “Weil ich anderen erzählte, was passiert war, wurde ich verhaftet. Wir zeigen dir, was Vergewaltigung ist”, erklärten die Polizisten. “Sie schlugen mich hart. In der Nacht kamen drei Männer und vergewaltigten mich…Sie fesselten meine Hände: einer setzte sich auf sie. Die beiden anderen vergewaltigten mich, bis ich keine Kraft mehr hatte mich zu wehren”.

Am 14.12. appellierte Frau Basheer in einer großformatigen Anzeige, die in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, an die deutsche Bundeskanzlerin Merkel, mehr zu tun für den Schutz von Millionen von Gewalt bedrohten Zivilisten im Westen des Sudan. Die Bundeskanzlerin, die am 1. Jänner 2007 die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union (EU) übernimmt, müsse sich beim Gipfeltreffen der EU-Regierungschefs in Brüssel dafür einsetzen, dass die EU den Druck auf die sudanesische Regierung verstärkt. Nur so könne eine schnelle Stationierung einer internationalen Friedenstruppe in Darfur durchgesetzt und die Frauen wirksam vor Vergewaltigung geschützt werden, heißt es in dem Appell.

Nun erschien von Halima Bashir (pseud.)  ihr mit Damien Lewis zusammen in Großbritannien veröffentliches Buch “Tears of the Desert” auf Deutsch im Verlag Droemer-Knaur:

Halima: Mein Weg aus der Hölle von Darfur

Kurzbeschreibung
»Darfur. Ein Wort, das mit Blut und Leiden getränkt ist. Ein Begriff, der schrecklichste Bilder heraufbeschwört. Schmerzen und Grauen, die in der zivilisierten Welt unvorstellbar wären. Aber für mich ist Darfur auch noch etwas anderes: Es ist meine Heimat.« Halima Bashir, eine junge Ärztin aus dem Sudan, legt Zeugnis ab.

Als Halima 1979 zur Welt kommt, träumt ihr Vater, dass sein Kind heilende Kräfte haben wird - und tatsächlich gelingt es Halima als erster Vertreterin ihres Stammes, an einer arabischen Universität Medizin zu studieren. Doch kaum beginnt sie zu praktizieren, greifen die im Sudan schwelenden Konflikte auf die Darfur-Region über. Die Gewalttaten der arabischen Milizen erreichen einen grausamen Höhepunkt, als im Januar 2004 eine ganze Schulklasse achtjähriger Mädchen gefangengenommen und missbraucht wird. Halima behandelt die traumatisierten Kinder und schlägt öffentlich Alarm - bei der UN und bei den Medien. Von da an wird ihr Leben zur Hölle. Verhaftungen, Folter, Vergewaltigung folgen. Halimas Dorf wird dem Erdboden gleichgemacht, ihr Vater ermordet. Sie muss das Land verlassen - aber wie? Mit dem Mut der Verzweiflung und gegen alle Wahrscheinlichkeit schafft sie die Flucht nach London. Und bricht nun zum zweiten Mal ihr Schweigen, um der Welt von Darfur zu erzählen.

Video-Interview der beiden Autoren im Guardian:

http://files.tv.muxlim.com/video/mQrhGJyrW9P.flv

Weiterführende Links:

  • Victims of Darfur atrocities find a voice (Guardian)
  • Kristof: Tortured, but not silenced (International Herald Tribune)
  • Helping Dr. Halima Bashir (Kristof: Blog)
  • Opfer sexueller Gewalt in Darfur brauchen Taten statt Worte (GfbV)
  • Rettet Darfur (GfbV)

darfur_map

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