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Niemand kann mehr behaupten, er hätte davon nichts gewusst. Dieses Tool bringt Licht in jede dunkle Ecke der Welt und hilft so indirekt, die Opfer zu schützen. Es ist, als hätte Google Earth soeben David den Stein für seine Schleuder gegeben, um ihn im Kampf gegen Goliath zu unterstützen.

John Prendergast, International Crisis Group - Washington Post, 14. April 2007

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  • Kartenprojekt: Darfur-Krise

    Darfur-Krise – ein Projekt der Genocide Prevention Mapping Initiative des U.S. Holocaust Memorial Museum (USHMM), mit der das Museum und Google in einem bisher einzigartigen Projekt versuchen, den Völkermord von Darfur durch die Kombination von Satellitenbildern mit Daten- und Multimedia-Ebenen zu beleuchten. Diese Partnerschaft lenkt auf sehr deutliche Weise die Aufmerksamkeit auf die weltweite Bedrohung durch Völkermorde. Darüber hinaus zeigt dieses Projekt, wie Informationen über massenhaft verübte Grausamkeiten in Zukunft verbreitet und präsentiert werden.

    Das U.S. Holocaust Memorial Museum ist ein lebendiges Mahnmal, das den Opfern des Holocaust gewidmet ist. Es erfüllt eine wichtige Aufgabe, indem es uns mit der Bedrohung durch Völkermorde und die damit verbundenen Verbrechen unserer Tage konfrontiert(…)

    Als Google Earth im Juni 2005 erstmals veröffentlicht wurde, untersuchte die Akademie für die Verhinderung von Völkermorden des Museums, wie außenpolitische Experten Informationen über wachsende Gefahren von Völkermorden oder Massengräueltaten besser verbreiten könnten. Das Museum erkannte das Potenzial von Google Earth als Hilfe bei der Organisation und ebenso schnellen wie überzeugenden Präsentation von Informationen. Darüber hinaus erkannte man, dass Google Earth als effektive Plattform dienen könnte, um eine breite Öffentlichkeit über Völkermord und damit verbundene Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufzuklären.

    Die eigentliche Entwicklung begann mit der Bildung einer internationalen Freiwilligenorganisation mit dem Namen BrightEarth, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zu erforschen, wie eine neue Generation von Kartierungsinstrumenten wie etwa Google Earth Menschen weltweit helfen könnte, bedrohte Bevölkerungsgruppen besser zu schützen(…)

    Durch die Zusammenarbeit mit Behörden der Vereinten Nationen, dem US-Außenministerium und nichtstaatlichen Organisationen erhielt das Museum Daten, die zuvor weit verstreut waren und in unterschiedlichen Formaten – darunter auch Papier-Landkarten, Tabellen und Texte – vorlagen.

    Die Mitarbeiter des Museums und die freiwilligen Helfer von Bright Earth verbrachten mehr als ein Jahr damit, Informationen über die Zerstörung der Dörfer, die Lage der Flüchtlingslager, die zugelassene humanitäre Hilfe und andere Daten zusammenzutragen und schufen die ersten Entwürfe der KML-Ebenen Anfang 2006. Erstmalig wurden Bilder, Daten und Multimedia-Dokumente an einem Ort zusammengetragen.

    Doch ohne die hochauflösenden Bilder wäre die Präsentation in Google Earth nur eine geringfügige Verbesserung gegenüber traditionellen Karten gewesen. Google erklärte sich bereit, die Bilderfassung für Darfur zu intensivieren. Das Google Earth-Team aktualisierte große Bereiche von Darfur zwischen Herbst 2006 und Frühjahr 2007 mit hochauflösenden Bildern.

    Mit den Bildern allein war es jedoch nahezu unmöglich, die angegriffenen Dörfer zu finden. Mit den Daten allein konnte der Nutzer zwar das Gesamtbild der Angriffe in Darfur betrachten, hatte aber keinen Eindruck von den lokalen Auswirkungen auf die Dörfer und Siedlungen. Durch die Kombination der beiden Datensätze erhöhte sich die Wirkung.

    Die Bilder der verbrannten Überreste der vielen Dörfer boten einen unwiderlegbaren Beweis für das Ausmaß der Zerstörung und die Auswirkungen angesichts der Hunderttausenden von Zelten in den in der Region verstreuten Flüchtlingslagern. Durch die Kombination von georeferenzierten Bildern und Videos der Museumsmitarbeiter und international anerkannter Fotografen sowie von Zeugenaussagen von Amnesty International bekam das Schicksal dieser Dörfer ein persönlicheres und eindringlicheres Gesicht.

    Das Projekt “Darfur-Krise” ist der erste Versuch des Museums, den Opfern des Völkermords durch Google Earth eine Stimme zu geben. Jetzt arbeitet das Museum an innovativen Methoden zur Aktualisierung der Ebenen, um den Überlebenden, den Mitarbeitern der Hilfsorganisationen und allen anderen Menschen, die vom Völkermord in Darfur und überall auf der Welt bedroht sind, besser zu helfen, ihre Geschichte zu erzählen(…)

    Das Projekt Darfur-Krise wurde am 10. April 2007 gestartet. Der Start war das Thema von weltweit mehr als 500 Medienberichten allein in englischer Sprache und in vielen anderen Sprachen, von Niederländisch bis Arabisch. Hunderte von Blogs befassten sich mit dem Thema, und Lehrer, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Aktivisten nutzen Google Earth jetzt regelmäßig, um dem Völkermord ein Gesicht zu verleihen. Mehr als eine halbe Millionen Menschen haben die zusätzlichen Ebenen von der Website des Museums heruntergeladen und mehr als 100.000 haben die Website “What Can I Do?” besucht, um zu erfahren, wie sie helfen können

    Darfur-Projekt - Premiere

    Darfur Crisis - Introduction

    Google Earth-Screenshot

    Kurzanleitung zum Layer

    • Laden Sie Google Earth herunter und installieren Sie es.
      • Einmal gestartet, gehen Sie zu der Liste der Layers, und erweitern dort den
        Global Awareness Layer.
      • Setzen Sie ein Häkchen bei:
        USHMM: Crisis in Darfur
    • Laden Sie die
      Crisis in Darfur Ergänzungslayer-Datei
      herunter: (crisisindarfur.kmz, 72kb)
      • Zurück in Google Earth gehen Sie zu
        Datei > öffnen > durchsuchen und öffnen Sie die heruntergeladene Layer-Datei (.kmz)
      • Das Layer zeigt sich dann im Orte-Menü
      • Verwenden Sie das Dashboard von Google Earth um sich Fotos, Zeugenaussagen, Landkarten und auch Videos von verschiedenen Organisationen anzuschauen.

    Videobeispiel

    von den "Physicians for Human Rights":


    Fotobeispiel

    von Brian Steidle

    Brian Steidle pics

    316 views
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