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Zelte haben ausgedient

8. Februar 2010 | Von atsil | Kategorie:Support Humanity!

Zu ihrer eigenen Sicherheit und um jeglicher Art von Anti-Flüchtlings-Pogromen zu entkommen, wie sie vergangenes Jahr in den Städten Südafrikas wüteteten, versuchen viele Flüchtlinge, sich in der Anonymität der Vorstädte zu verbergen, wo sie Unterkünfte der verschiedensten Art finden. Der UNHCR wird in Zukunft noch enger mit ihrer Schwesterorganisation, dem UN Habitat, zusammenarbeiten. Dieser betreibt von ihrem Hauptsitz in Nairobi aus weltweit das UN-Siedlungsprogramm.

Mehr dazu: Tents come down (The Economist)

Weltweit gibt es mehrere Organisationen, die sich die Betreuung von Flüchtlingen in den Städten zur Aufgabe gemacht haben: UNHCR, UN Habitat, Ärzte ohne Grenzen und noch einige mehr.

Wir von Fairplanet wollen kurz den Jesuit Refugee Service (JRS) vorstellen, der seit langem mit dem UNHCR und dem HABITAT zusammenarbeitet.

“Ein beträchtlicher Teil der Mission des JRS besteht darin, weltweit die Rechte der Flüchtlinge und der Migranten zu verteidigen. JRS tritt ein für eine gerechte und großherzige Politik sowie für Programme ein, die den Flüchtlingen zu Gute kommt, sodaß jene, die durch das Exil verletzbar wurden, Hilfe und Unterstützung erhalten und eine dauerhafte Lösung für ihre mißlichen Lage.”

Quelle: What We Do (jrsusa.org)

Die Südafrika-Sektion des JRS hat seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Förderung der nachhaltigen Integration von Flüchtlingen in die südafrikanische Gesellschaft verlagert.

“In Südafrika leben annähernd 700.000 Asylsuchende. Zu Beginn ihres Aufenthaltes erhalten sie eine Genehmigung, die ihnen Freizügigkeit und Arbeitsaufnahme gewährleistet sowie den Zugang zu Schulen und zu den Einrichtungen der öffentlichen Gesundheitsfürsorge. Eine unzureichende Verteilung der Ressourcen verhindert jedoch die Realisierung dieser Politik und läßt die Asylsuchenden mit den ärmeren Schichten der einheimischen Bevölkerung in Konkurrenz um die raren Dienstleistungen treten.

Vergangenes Jahr hat der JRS über 25.000 Asylsuchenden geholfen. In Makhado, ca. 80km von der Grenze zwischen Südafrika und Simbabwe entfernt, suchen täglich ungefähr 70 Menschen um Hilfe bei der JRS nach. Dessen Teams versorgen sie mit Nahrung, helfen bei der Wohnungssuche und und beschaffen ihnen Geld, um in den Süden des Landes weiterreisen. In Pretoria und Johannesburg bietet der JRS Asylsuchenden eine Berufsausbildung sowie kleinere Geschäftskredite an, hilft ihnen beim Schulbesuch und bietet ihnen Hilfe in Notlagen an.”

Quelle: South Africa: change of emphasis in JRS services (jrs.net)

Fairplanet unterstützt das wohltätige Werk des JRS in Südafrika und bittet um Ihre Spende.

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