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Greenpeace: Der grüne Elektronik-Führer

4. Februar 2010 | Von atsil | Kategorie:Live Green + Clean extension3

Vor vier Wochen – vor dem Hintergrund der Internationalen Messe für Verbrauchertechnologie in Las Vegas – hat Greenpeace seine 14. Ausgabe des Grünen Elektronik-Führers veröffentlicht.

Was auch immer über die Methoden und über die Genauigkeit dieses Greenpeace-Führers behauptet wird, es besteht kaum ein Zweifel daran, daß er zu einem festen Bestandteil der Konsumenten-Szene für elektronische Verbrauchsgüter geworden ist. Und nur noch einige wenige Unternehmen legen sich öffentlich mit diesem Ranking an.

Mehr dazu: Green Guide to Electronics Is Disputed, but Influential von Tom Zeller (New York Times)

Grüne Elektronikgeräte

Die Welt konsumiert jährlich mehr und mehr elektronische Produkte. Dies hat den elektronischen Schrott (Elektromüll) voller giftiger Chemikalien und Schwermetalle in einem gefährlichen Ausmaß anwachsen lassen und man kann diesen Müll kann weder sicher entsorgen noch recycel. Aber dieses Problem kann vermieden werden. Wir üben Druck aus auf die führenden Produzenten von Elektronikprodukten, damit  die giftige elektronische Flut eingedämmt wird.

Das Elektromüll-Problem

  • Die durchschnittliche Lebensdauer eines Computers in den Industrieländern ist von sechs Jahren (1997) auf nur noch zwei Jahre (2005) gefallen.
  • Mobiltelephone haben dort ebenfalls eine Lebensspanne von weniger als zwei Jahren.
  • 183 Millionen Computer wurden 2004 weltweit verkauft – 11,6 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • 674 Millionen Handys wurden 2004 weltweit verkauft – 30 Prozent mehr als 2003.
  • Im Jahre 2010 werden 716 Millionen neue Computer in Gebrauch sein – 178 Millionen neue Computernutzer in China und 80 Millionen in Indien.

Was steckt in elektronischen Geräten drin?

Elektronische Geräte bestehen aus mehreren Hundert Materialien. Ein Handy zum Beispiel enthält 500 bis 1.000 Komponenten. Davon enthalten viele giftige Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Berrylium sowie gefährliche Chemikalien wie bromierte Flammschutzmittel. Umweltschädliches PVC wird auch häufig verwendet.

Wo landet der Elektromüll?

Viele alte elektronische Produkte sind Staubfänger in Lagerräumen und warten darauf wiederverwendet, recycelt oder weggeworfen zu werden. Die US Environmental Protection Agency (EPA) schätzt, daß gut drei Viertel aller in den USA verkauften Computer in Garagen oder in Schränken aufbewahrt werden. Sobald sie auf dem Müll landen, kommen sie auf Müllkippen oder in Müllverbrennungsanlagen oder häufiger noch: sie werden nach Asien exportiert.

Das Ranking der Elektronikfirmen

Der Grüne Elektronik-Führer listet 18 Top-Produzenten von PCs, Handys, TV-Geräten und Spielekonsolen auf – geordnet nach ihren Richtlinien zum Umgang mit giftigen Chemikalien, zur Wiederverwertung und hinsichtlich des Klimawandels. Letzes Update: Januar 2010.

Lösungen

Greenpeace: “Wir meinen, daß Hersteller von elektronischen Produkten, die vom Verkauf ihrer Güter profitieren, auch die Verantwortung für sie übernehmen sollten – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Um eine Elektromüll-Krise zu vermeiden, müssen die Firmen umweltfreundliche Elektronikprodukte mit einer längeren Lebensspanne herstellen, die sicher sind und leicht zu recyceln und die weder die Arbeiter noch die Umwelt durch giftige Chemikalien gefährden.”

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