Malediven: Hilfe aus dem Weltall
11. Juni 2009 | Von atsil2 | Kategorie:ToWDer New York Times-Korrespondent Nicholas Schmidle erinnert sich:
Vor 22 Jahren reiste der Vorgänger des heutigen Präsidenten Mohamed Nasheed mit einem Auftrag in der Tasche nach New York. Maumoon Abdul Gayoom, erst im 9. Jahr seiner 30jährigen Amtszeit, stand vor den Vereinten Nationen und warnte die Welt vor dem Anstieg des Meeresspiegels, der irgendwann einmal sein Land von der Karte tilgen würde: “Eine Sturmwelle in der Höhe von nur einem Meter” sagte er, ” würde eine Katastrophe und höchstwahrscheinlich tödlich für mein Volk sein.”
“Wir selbst können nichts tun, um den Klimawandel aufzuhalten. Somit müssen wir woanders Land kaufen,” sagte Nasheed im November.
aus: Wanted: A New Home for My Country by Nicholas Schmdle (New York Times)
Im März 2009 verkündete Nasheed die Entscheidung seines Landes, innerhalb eines Jahrzehnts das erste CO2-neutrale Land der Welt zu werden.
Auf COP15 COPENHAGEN, der Website der 15. Weltklimakonferenz der UNO v. 7. – 18. Dezember 2009, ist derzeit zu lesen:
Satellitenbilder können Inselstaaten bei ihren Planungen hinsichtlich Umweltkatastrophen und Klimaveränderungen helfen. Das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (UNOOSA) trifft sich diese Woche, um zu besprechen, wie arme Länder wie die Malediven Zugang zu Weltraumbildern erhalten.
Bluepeace, eine junge Organisation im Aufbau und strikt regierungsunabhängig, entwickelte eine ganz andere Idee, wie die Bevölkerung der Malediven zu retten sei:
Der Umweltschützer Ali Rilwan von Bluepeace plädiert für den Bau von vielen kleinen künstlichen Inseln, die über das grosse Gebiet der Malediven verteilt würden. Sie sollten drei Meter über dem Meeresspiegel liegen, und die Gebäude müssten auf Stelzen gebaut werden. Damit wären sie auch vor Springfluten und Stürmen einigermassen sicher. Doch auch das ist ein kostspieliger Plan, bei dem man grosse Mengen an Sand aus anderen Ländern importieren müsste. Wer soll das bezahlen? Rilwan antwortet: «Die internationale Gemeinschaft, vor allem die grossen Luftverschmutzer in den Industriestaaten sind moralisch dazu verpflichtet.»
aus: Malediven – Ein Paradies auf Stelzen (fairunterwegs.org)
Die Videos hier vermitteln bildhaft, welche Folgen ein globaler Klimawechsel auf die Inseln Malediviens haben könnte:
Noch ein Beitrag zum Thema: Friedman: Kurz vor der Wende?





