Hunger: Lehmfladen für Haitis Arme
10. Juni 2009 | Von atsil2 | Kategorie:feature_DHaiti ist das ärmste Land Amerikas. Drei Viertel der 8,5 Millionen HaitianerInnen leben in extremer Armut. Politische Aufstände und Greueltaten diktatorischer Staatsführer ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte Haitis. Im Herbst 2008 verwüsteten vier Hurrikans den Staat im Westen Hispanolas. Über die Hälfte der Bevölkerung hat ein Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 150 US-Dollar. Vier Fünftel der ländlichen Bevölkerung Haitis leben unter dem absoluten Armutsniveau. Hunger, Arbeitslosigkeit und die miserabelste Infrastruktur in der westlichen Hemisphäre sowie die Folgen der Weltwirtschaftskrise ließen den Geldfluß der haitianischen Männer aus dem Ausland versiegen und die Lebensmittelpreise um 40% ansteigen. Kinder werden von ihren Müttern als “Restavecs” – Arbeits- und Sexsklaven – verkauft. Die Ärmsten der Armen – Frauen und Kinder – versuchen sich von gelben mineralstoffhaltigen Lehmfladen zu ernähren:
Nicholas Kristof von der New York Times berichtet über persönliche Schicksale:
“Eines der jüngsten Straßenkinder ist ein zehnjähriger Junge, der in einem Autowrack lebt. Seine Familie verlor ihr Heim, die Mutter und Kinder gingen getrennte Wege, um ihre Chancen ein Dach über dem Kopf zu finden zu erhöhen.”
aus: A Boy Living in a Car von Nicholas Kristof (New York Times)
“Nahomie ist ein Symbol für die verlorene Dynamik der Familienplanung und für die daraus resultierende Armut. Sie ist eine intelligente 30jährige Frau, die nur zwei Kinder haben wollte, und nun ist sie im achten Monat schwanger mit ihrem zehnten Kind. “
aus: Pregnant (Again) and Poor von Nicholas Kristof (New York Times)
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton engagieren sich in UN-Förderprogrammen:
“Präsident Preval sagte: „Haiti kann zurückgleiten in noch tieferes Elend und dabei all den Fortschritt des Landes und die Ergebnisse harter Arbeit verlieren, die es mit Hilfe der Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft erreicht hat. Oder es kann hervorbrechen in das Licht einer leuchtenden und hoffnungsvolleren Zukunft.”
aus: Haiti’s Big Chance von Ban Ki Moon (New York Times)
“Der frühere US-Präsident Bill Clinton wird UNO-Sondergesandter für Haiti. Er hatte sich bereits während seiner Präsidentschaft für die gebeutelte Insel eingesetzt.
aus: Bill Clinton wird Sondergesandter für Haiti (spiegel.de)
Direkte und strukturelle Unterstützung in Haiti wird von folgenden Organisationen geleistet:
Oikocredit ist in Haiti seit 2003 aktiv: Sie arbeitet dort mit der Bank Fonkoze zusammen, die über 34 Filialen mehr als 50.000 Mikrofinanz-KundInnen bedient. Die Kooperation mit Fonkoze begann mit einer ersten Kapitalinvestition über 400.000 US-Dollar. Das Engagement von Oikocredit wurde auch durch eine Bürgschaft des Self Development of People Fund of the Presbyterian Church (USA) unterstützt.
aus: Haiti – Stufen aus der Armut (PDF) (oikocredit.org)
Mit dem Ziel, ärmste Kinder in Haiti Ihre Welt bewegen zu lassen, betreiben wir einen Montessori Kindergarten, eine Montessori Schule, ein Ausbildungszentrum mit einer Lehrwerkstatt für Schneiderinnen, eine Computerschule zur Ausbildung von Internet- und Office Spezialisten neben der Ausbildung zu Refraktionisten, Systemadministratoren, Gärtnern, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen sowie Vergabe von Stipendien zum Studium in Haiti, der Dominikanischen Republik und auch Deutschland, ferner der Gesundheitsvorsorge und -versorgung, Aufklärung sowie Schaffung von Arbeitsplätzen durch unseren CopyShop, unsere Computerschule die sich – wie unser Cyber Café – selbst tragen – und Katastrophenhilfe für die Angehörigen unserer Kinder im Projekt
Helfen Sie den Menschen in Haiti mit Spenden, Patenschaften, Microkrediten!



