Kinder ohne Grenzen
27. Februar 2009 | Von atsil | Kategorie:Read the World!Das Problem der minderjährigen Migranten anzugehen, ist praktisch nur über ein System von EU-Institutionen und mit Hilfe eine Programms der Rückführung möglich.
Internationale Verträge verbieten die Abschiebung von Minderjährigen in einen anderen Staat, wenn nicht nachgewiesen wird, daß die Maßnahme im Sinne des Kindeswohls ist. Ein Staat muß den minderjährigen Migranten den selben Schutz gewähren, den er minderjährigen Staatsangehörigen zukommen läßt.
Mindestens 4.000 – 5.000 unbegleitete Minderjährige werden dieses Jahr über Griechenland in den Häfen der italienischen Adriaküste landen und versuchen, von dort aus in andere EU-Länder zu gelangen. Ein hoher Prozentsatz dieser Minderjährigen ist auf dem Weg zu den großen Einwanderergemeinden in Großbritannien, Deutschland und Schweden. Dies ist also nicht nur ein Problem Griechenlands oder Italiens – es betrifft einen Großteil Europas und erfordert eine gesamteuropäischen Herangehensweise.
Quelle: Children without borders (International Herald Tribune)
Weiterführende Infos:
- ENOC (Europäisches Netzwerk der Kinder- und Jugendanwaltschaften)
- „Rückführungs–Direktive“ der EU (kija-ooe.at) (PDF-Doku)
- Schwere Vorwürfe gegen griechische Regierung
Minderjährige Migranten Opfer von Folter, Scheinexekutionen und unmenschlicher Behandlung (socialtimes.de)
- Left to Survive (HRW)