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Weihnachtsmassaker im Kongo sind Raubzüge

31. Dezember 2008 | Von atsil | Kategorie:Read the World! Support Humanity! Videos

Die LRA-Truppen des ugandischen Rebellenführers Joseph Kony haben zur Weihnachtszeit im benachbarten Kongo vermehrt Raubzüge durchgeführt und laut Caritas Deutschland über 400 Menschen ermordet.

Quelle: “Massaker: Kongo: Weitaus mehr Tote als zunächst bekannt “

LRA steht für “Lord’s Resistance Army” (“Widerstandsarmee des Herrn”).

Die religiösen Vorstellungen der Rebellen basieren auf der Bibel, enthalten jedoch auch stammesreligiöse Elemente sowie Bräuche, die möglicherweise dem Islam entlehnt sind.

Dabei geht die Lord’s Resistance Army mit solcher Brutalität vor, dass Jan Egeland, Vizegeneralsekretär für Humanitäre Angelegenheiten und Koordinator für Nothilfe (OCHA) der UNO, sie Anfang 2005 als die „wohl brutalste Rebellengruppe der Welt“ bezeichnete. Mitglieder der LRA plündern, morden, foltern und vergewaltigen praktisch wahllos in den nördlichen Regionen Ugandas. Kinder werden entführt, um sie teils als Kindersoldaten, teils als Sex-Sklaven zu missbrauchen.

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Als Basis diente der LRA lange Zeit der Süden Sudans, weshalb die ugandische Regierung den Sudan beschuldigte, die Rebellen zu unterstützen. Uganda selbst unterstützte im gegenzug die im Sudan operierende Sudanesische Volksbefreiungsarmee, die gegen die Regierung des Sudans kämpfte.

Heute dient der LRA der Südsudan, der Osten der DR Kongo und die Zentralafrikanische Republik als Basis, von wo aus Raubzüge koordiniert werden.

Auf der Website von Caritas International finden Sie ausführliche Informationen über die Situation der Menschen im östlichen Kongo.

Wie der Direktor der lokalen Caritas in Dungu Duruma berichtet, sind nach einem von der katholischen Kirche organisierten Weihnachtskonzert in Faradje wahllos mehr als 150 Menschen getötet worden. Zur gleichen Zeit seien in Duru 75 Menschen umgebracht worden; die örtliche Kirche wurde in Flammen gesetzt. Die LRA habe das Morden anschließend entlang der sudanesischen Grenze in Bangadi, Duruma und Gurba fortgesetzt. Nach Angaben der Caritas starben in Gurba 213 und in Bangadi 48 Menschen. 6.500 Menschen haben bislang vor den Massakern Zuflucht in katholischen Kirchen der Region gesucht. Bei den Überfällen auf die Zivilbevölkerung hat die LRA nach Angaben der Caritas Kongo auch etliche Jungen und Mädchen entführt, vermutlich um diese als Kindersoldaten zu missbrauchen.

Quelle: Massaker nach Weihnachtsfest

Hier können Sie online spenden:

Für die “Opfer des Bürgerkriegs im Kongo”

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