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Jod: So steigern Sie Ihren IQ!

7. Dezember 2008 | Von atsil | Kategorie:Kristof! Videos

Jodmangel ist weltweit die häufigste Ursache für geistige Behinderungen bei Kindern. Aufgrund von Jodmangel während der Schwangerschaft kommen jedes Jahr etwa 18 Millionen Babys mit geistigen Behinderungen auf die Welt.

Iod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und vor allem für die Funktion der Schilddrüse wichtig. Die Schilddrüse synthetisiert die ebenfalls lebensnotwendigen iodhaltigen Hormone Thyroxin (Tetraiodthyronin, T4) und Triiodthyronin (T3)(…)

Die Hormone T3 und T4 sind von entscheidender Bedeutung für die frühkindliche Entwicklung des Gehirns. Ein bei Geburt bestehender ausgeprägter Mangel an diesen Hormonen führt zur mehr oder minder schweren geistigen Retardierung (bis zum Kretinismus). Deswegen wird routinemäßig jedes Neugeborene auf das Vorliegen einer Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) untersucht um diese möglichst bald zu behandeln. Wird die Behandlung nur um wenige Wochen verzögert, kann dies eine geistige Behinderung zur Folge haben, die eine spätere höhere Schulbildung nicht mehr möglich macht. Die häufigste Ursache für die Hypothyreose beim Neugeborenen ist die unzureichende Iodzufuhr während der Schwangerschaft. Daher ist die ausreichende Iodzufuhr gerade in der Schwangerschaft von besonderer Bedeutung. Eine Metaanalyse aus 10 verschiedenen Studien zeigte, das ein chronischer Iodmangel zu einer mittleren Intelligenzquotient-Minderung um 13,5 Punkte führte. Daß chronischer Iodmangel bei Kindern zu Intelligenzminderung führt wurde durch Studien aus allen Teilen der Welt belegt. Iodmangel gilt als the world’s greatest single cause of preventable brain damage and mental retardation (die weltgrößte vermeidbare Ursache von geistiger Behinderung).

Quelle: wikipedia

In die Fachsprache der IQ-Tests übertragen bedeutet das:

Wenn eine schwangere Frau nicht genug Jod in ihrem Körper hat, wird ihr Kind aller Wahrscheinlichkeit nach einen Gehirnschaden davontragen. Das heißt, es wird zwischen 10 und 15 IQ-Punkte weniger aufweisen. Einer groben Schätzung zufolge verursacht der Jodmangel einen unnötigen Verlust von 1 Milliarde IQ-Punkte weltweit!

Der Kopenhagener Konsens 2004 (engl.: Copenhagen Consensus) – ein dänisches Projekt, das auf der Basis von ökonomischen Kosten-Nutzen-Analysen Prioritäten zu setzen versucht für die wichtigsten Herausforderungen der Menschheit, wie Hunger, AIDS, Wasserversorgung, Zugang zu sanitären Einrichtungen, Handelsbeschränkungen, Korruption und Globale Erwärmung -, hat die Versorgung mit Spurenelementen, zu denen Jod gehört, ganz oben auf die Liste von Entwicklungshilfemaßnahmen gesetzt.

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ARD-Magazin “Brain” berichtet über Björn Lomborg und den Copenhagen Consensus

Aber warum sich mit soetwas Langweiligem wie Salzjodierung abgeben? Diese Partikel haben Null Glamour. Und kein Promi schmückt sich mit Jod. So war es auch ausgerechnet Kanada – glanzlos und ernsthaft -, das als Erstes eine Spurenelemente-Initiative (Micronutrient Initiative) sponsorte. (Vor Jahren schon hatte “The New Republic”-Magazin einen Wettbewerb für die langweiligste Schlagzeile aller Zeiten ausgeschrieben – und die lautete: “Eine kanadische Initiative, die der Mühe wert ist”. Nun – das ist Salzjodierung!)

Über die Situation in (ausgerechnet) Pakistan berichtet auch Nicholas D. Kristofs Video:

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Pakistan ist eine typische Herausforderung für die Salzjodierung-Initiative. Bis vor Kurzem litten sechs von zehn pakistanischen Schulkindern an Jodmangel. Aber das wußte kaum jemand.

“Ich habe nie von jodisiertem Salz gehört”, sagte Haji Sajjawal Khan, ein 65jähriger Besitzer einer kleinen Salzfabrik in der Nähe der Hauptstadt Islamabad. Beauftragte der Spurenelemente-Initiative und anderer Hilfsorganisationen wandten sich an Fabrikbesitzer wie Khan und ermutigten sie, das Salz zu jodisieren, um die Pakistanis gesünder und intelligenter zu machen.

“Es wird das Anschwellen des Halses verhindern und die Leute klüger machen” sagt Khan. Und vereinbarte die Zugabe von Jod in seiner Salzmühle.

Eine der Hindernisse der Jodisierung ist das Gerücht, daß jodisiertes Salz empfängnisverhütend wirkt und Muslims daran gehindert werden, Babies zu bekommen. Diese Verschwörungstheorie verbreitete sich teilweise deshalb, weil die gleiche Werbeagentur, die jodisiertes Salz anpries auch für Kondome warb.

Der Kosten-Nutzen-Effekt ist beträchtlich: Pro Person kostet die Initiative pro Jahr lediglich 2-5 US-Cent. Die Wirkung hingegen ist ungleich höher. Susan Horton erklärt in ihrem Vortrag vor dem Copenhagen Consensus, wie wichtig und effizient die Jodisierung von Salz ist: Niedrige kognitive Fähigkeiten, niedriger Bildungsstandard bei Kindern verursachen geringe berufliche Fähigkeiten bei Erwachsenen und im Endeffekt hohen wirtschaftlichen Schaden. Dies alles läßt sich u.a. durch die Versorgung mit jodisiertem Salz vermeiden.

Kristofs Argument ist auch nicht von der Hand zu weisen:

Wenn wir dem globalen IQ 1 Milliarde Punkte hinzufügen können, dann lassen Sie uns eine kanadische Initiative unterstützen, “die der Mühe wert ist”.

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