Der letzte Zug
13. November 2008 | Von atsil | Kategorie: Termine, VideosFernsehtipp
Der letzte Zug
ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2006, der nach einem Original-Drehbuch (unter Pseudonym) von Artur Brauner entstand und auch von ihm produziert wurde. Regie führten Joseph Vilsmaier und Dana Vávrová. Der Film besticht vor allem durch schonungslose Nähe und Realismus mit der die Brutalität eines Auschwitztransports dargestellt wird.
Sender: ARD
Datum: Montag, der 17.11.2008
Uhrzeit: 00:05 Uhr
Länge: 123 Minuten
Der Film schildert das Schicksal einiger der letzten Berliner Juden, die im April 1943 vom Gleis 17 des Bahnhofs Berlin-Grunewald aus mit der Eisenbahn nach Auschwitz verschickt werden. Zynischer Anlass ist der Geburtstag Hitlers, dem man als Geschenk ein “judenreines Berlin” präsentieren möchte. Die Fahrt wird sechs Tage dauern, Wasser und Lebensmittel sind Mangelware, die Situation ist unerträglich. Einige der in Viehwaggons gepferchten Menschen versuchen aus dem Waggon auszubrechen. Unter ihnen sind das Ehepaar Neumann und eine junge Frau, Ruth Silbermann. Der zwölf Monate alte Sohn der Neumanns verstirbt aufgrund der Strapazen des Transports. Im Laufe des Films versterben auf dramatisch inszenierte Weise mehrere weitere Charaktere, die dem Zuschauer zuvor näher gebracht wurden. Am Ende gelingt es nur jener Ruth Silbermann, gemeinsam mit der Tochter der Neumanns am letzten Bahnhof vor Auschwitz zu fliehen. Henry Neumann und seine Frau werden beim Ausladen aus dem Waggon im KZ Auschwitz voneinander getrennt. Die letzte Szene zeigt die entkommene Tochter der Neumanns, wie sie mit Blick zum Himmel betet.
Quelle: wikipedia
Rezension auf HaGalil Online:
Dieser Film ist auch deshalb etwas besonderes, weil er sich der seit einigen Jahren in der bundesrepublikanischen Filmszene zu beobachtenden Verschiebung der Parameter, der “neuen Bewertung und Annäherung” an die Zeit der nationalsozialistischen Barbarei entgegensetzt – diese besorgniserregende Entwicklung zeigte sich u.a. in Zumutungen wie “Der Untergang”, in der versucht wurde, den Unmenschen zu vermenschlichen und fast schon als bemitleidenswert darzustellen, und gleichzeitig wurden die Opfer des Barbarei gerade noch zu einer Randbemerkung im Filmabspann degradiert.



