Internationaler Tag zum Schutz der Ozonschicht

16. September 2008 | Von atsil | Kategorie: Klimawandel, Read the World!

Am 16. September ereignete sich weit außerhalb des medialen Fokus der “Internationale Tag zum Schutz der Ozonschicht”, zugleich der 20. Geburtstag des Weltklimarates (IPCC). Dieser Gedenktag - am 19. Dezember 1994 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen per Resolution beschlossen - soll

  • erinnern: an die erste Internationale Konferenz zum Schutz der Ozonschicht vom 14.-16. 09.1987 in Montreal
  • mahnen: zur Verantwortung mahnen für den Schutz der Ozonschicht

Die Ozonschicht

ein Teil der Stratosphäre in 15-50 km Höhe, in der unter Einwirkung der energiereichen ultravioletten Strahlung der Sonne Sauerstoff in Form von O2 in Ozon (O3) umgewandelt wird

entstand, als vor gut 3,5 Millionen Jahren im Zuge der Bildung von Sauerstoff (O2) durch die oxygen photosynthetische Aktivität von Cyanobakterien und anderen Mikroorganismen, der Ozon-Sauerstoff-Zyklus begann.

Als Entdecker der Ozonschicht gelten die französischen Physiker Charles Fabry und Henri Buisson. Sie konnten 1913 durch UV-spektroskopische Messungen erstmals Ozon in höheren Atmosphärenschichten nachweisen.


Der als Ozonloch bezeichnete Zerstörungsprozeß ist eigentlich eine eine Ausdünnung der Ozonschicht.

Wegen der Zerstörung der Ozonschicht gelangt mehr UV-Licht auf die Erdoberfläche.



Was hat das Ozonloch mit dem Klimawandel zu tun?

Ozonloch und Klimawandel sind zwei unterschiedliche Folgen der Industrialisierung. Der Klimawandel wird durch den zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen wie z.B. Kohlendioxid verursacht. Er ist ein Ergebnis des vom Menschen angeheizten Treibhauseffekts. Für die Entstehung des Ozonlochs dagegen sind vor allem Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) verantwortlich, die die Ozonschicht in 20 bis 35 Kilometer Höhe in der Atmosphäre schädigen und das sogenannte Ozonloch verursachen.

Man muss außerdem unterscheiden zwischen der Ozonschicht, die die Lebewesen auf der Erde vor der energiereichen UV-Strahlung des Sonnenlichts schützt, und dem bodennahen Ozon, das durch Emissionen vom Auto-Verkehr und Industrie in Ballungsräumen und Industrie-Revieren entsteht und den Treibhauseffekt verstärkt.

Quelle: www.greenpeace.de

Geschichte des Weltklimarats

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC; Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen), im Deutschen oft als Weltklimarat bezeichnet, wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen. Ihr erster Vorsitzender war der schwedische Meteorologe Bert Bolin.

Der Klimarat ist eine internationale Sachverständigengruppe, bestehend aus Hunderten von internationalen Wissenschaftlern und Vertretern von über 100 Staaten. Sie sollen den globalen Klimawandel analysieren und Gegenmaßnahmen vorschlagen. Der Sitz des IPCC-Sekretariats befindet sich in Genf.

Die Organisation wurde 2007, gemeinsam mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Quelle: wikipedia

Der Klimarat veröffentlichte seit seinem Bestehen insgesamt vier große Berichte:

1990 wurde festgestellt, daß sich die Erde pro Jahr um 0,3 Grad erwärmt - die schnellste Erwärmung seit 10.000 Jahren. Als Resultat erfolgte 1992 die Verabschiedung der Klimarahmenkonvention von Rio de Janeiro.

Der 1995 erschienene zweite IPCC-Report wurde zur Grundlage für das sog. Kyoto-Protokoll. Darin verpflichten sich die Industriestaaten, ihre Schadstoff-Emissionen zu verringern. Der Kernsatz des Berichts: “Mehrere Anzeichen sprechen dafür, dass es einen erkennbaren menschlichen Einfluss auf das Klima gibt” - war anfangs sehr umstritten.

In seinem dritten Bericht 2001 bekräftigte der Klimarat das Andauern der Klimaveränderungen: Anstieg der durchschnittlichen Temperaturen und des Meeresspiegel. Die Beweise für die Mitwirkung des Menschen an der Klimaerwärmung nehmen zu.

Für weltweites Aufsehen sorgte zuletzt die Veröffentlichung des Vierten Forschungsberichts 2007/2008. Dieser umfaßt die drei Abschnitte der verschiedenen Arbeitsgruppen und eine zusammenfassende Interpretation:

Die wichtigsten Erkenntnisse des Berichts:

An der Klimaerwärmung besteht kein Zweifel, Belege sind die steigenden Temperaturen, das weitverbreitete Schmelzen von Eis und Schnee und ein ansteigender Meeresspiegel.

Die Klimaerwärmung hat bereits erkennbare Auswirkungen auf viele natürliche Systeme.

Die Ursachen für die Klimaerwärmung liegen sehr wahrscheinlich (> 90 Prozent) in dem vom Menschen verursachten Anstieg der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre.

Bei der Fortsetzung der bisherigen Politik werden die Konzentrationen an Treibhausgasen weiter steigen.

Die möglichen Folgen umfassen unter anderem zunehmende Wetterextreme wie Hitzetage, Hitzewellen und Starkregen.

Die Erwärmung würde selbst bei gleichbleibenden Treibhausgas-Konzentrationen auch nach Ende des 21. Jahrhunderts weiter gehen

Die Anpassung an den Klimawandel muss und kann verbessert werden; Anpassung alleine wird aber nicht ausreichen, mit den Folgen zurechtzukommen

Es bestehen aber zahlreiche Möglichkeiten, die tatsächliche Erwärmung durch Maßnahmen gegen den Klimawandel geringer als in den Szenarien berechnet zu halten. Die wichtigsten Technologien im Kampf gegen den Klimawandel sind solche zur effizienten Energienutzung und die Nutzung kohlenstoffärmerer und -freier Energiequellen.

Neben der Tätigkeit des Weltklimarats gibt es die jährlichen Klimakonferenzen der Vertragsstaaten der der UN-Klimarahmenkonvention. Seit 2005 ist die Konferenz um das Treffen der Mitglieder des Kyoto-Protokolls ergänzt worden

Weiterführende und ergänzende Links

Kritik: Kontroverse um die globale Erwärmung (wikipedia.de)

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