Darfur – Aktionstag in München
12. September 2008 | Von atsil | Kategorie:Read the World!Am 15.09 werden Studenten mit Unterstützung von RettetDarfur, der Gesellschaft für bedrohte Völker, Genocide Alert, Rwanda Gesellschaft ev., SOS-Darfur, FuerDarfur, Attac-München, Darfur- Hilfe eV. und Mitgliedern von Amnesty International in einer Spektakulären Aktion auf die Situation in Darfur aufmerksam machen.
Zur Teilnahme ist JEDERMANN und JEDEFRAU herzlich eingeladen!
Die Aktion:
Ort: Geschwister Scholl Platz, Universitätsbibliothek LMU München.
Termin: Montag, 15. September 2008
Treffpunkt: 11:30 Uhr, U-Bahn-Eingang.
Start: 11:40 Uhr, U-Bahn Eingang.
Seit mehr als 5 Jahren gibt es einen von der Welt (und besonders von Deutschland) vergessenen schrecklichen Krieg mit ethnischen Säuberungen im Westsudan. Die rassistische und auf den Machterhalt ausgerichtete Politik der sudanesischen Regierung hat dort wahrscheinlich mehr als 300.000 Menschenleben gefordert. Die Zahl steigt täglich und die politische Situation wird zunehmend schwieriger.
Mehr als 2000 Dörfer wurden auf Befehl der Regierung vernichtet und meist dem Erdboden gleichgemacht. Mehr als 2,6 Millionen. Menschen haben sich in Flüchtlingslagern gesammelt um den schrecklichen Angriffen zu entkommen. Dort warten viele Menschen schon seit Jahren auf die Möglichkeit in ihre zerstörten Dörfer und Städte zurückzukehren. Die Lage in vielen Lagern ist erbärmlich, sodass täglich viele Menschen an den Folgen von Unterversorgung sterben. Die Regierung erschwert die Versorgung der Menschen auf vielfältige Weise, sodass viele der Überlebenden der Angriffe in der 2. Phase an Hunger und Krankheiten sterben. Die Sterblichkeitsrate ist im Jahr 2008 wieder über den Notstand geklettert, Tendenz steigend. Anfang September musste die Welthungerhilfe die Versorgung von rund 450.000 Flüchtlingen einstellen, die dringend auf diese Hilfe angewiesen sind. Wenige Tage später, am 07. September kündigte das World Food Program (WFP) der UN an, weitere Hilfslieferungen einzustellen, sollte sich die Sicherheitslage nicht verbessern.
Wir wollen an diesen Gräueltaten weder teilhaben, noch wollen wir stillschweigen. Es grenzt an Doppelmoral, wenn Deutschland NS-Gedankengut in tabuisierter Form verurteilt, während es rassistisch motivierte Morde von Hunderttausenden 4000km südlich von Deutschland einfach stillschweigend hinnimmt.
Wir erinnern Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Medien an ihre Verantwortung gegenüber den Menschen in Darfur. Wir fordern konkrete Schritte von der deutschen Regierung und mehr Berichterstattung deutscher Medien. Wir wollen alle zu unserer Verfügung stehenden Mittel nutzen, um gemeinsam zu einer Beendigung des Krieges im Sudan beizutragen
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