Menschenrechte im Olympialand China: “Games of Shame”
23. August 2008 | Von admin | Kategorie: Read the World!
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) informiert durch ihre Wanderausstellung “Games of Shame” in klarer Sprache und unmissverständlichen Bildern über Zwangsarbeit, Umerziehung, Unterdrückung von ethnischen und religiösen Minderheiten und wirbt für den Einsatz für politische Gefangene und Bürgerrechtler in der VR China…
Die Wanderausstellung der IGFM wollte aber nicht nur über die Menschenrechtssituation in der Volksrepublik China aufklären, sie hatte es sich auch zum Ziel gesetzt möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, ihre Fernsehgeräte während der gesamten Olympischen Spiele ausgeschaltet zu lassen, um so ihrem Unmut über die herrschenden Uustände in China Ausdruck zu verleihen.
Auch im Olympiajahr 2008 gelten in der Volksrepublik China folgende Punkte:
- exzessive Anwendung von Folter und Todesstrafe
- ethnische Minderheiten wie Tibeter und Uiguren weden diskriminiert und verfolgt
- die Religionsfreiheit ist eingeschränkt, insbesondere für Christen und Falun Gong-Praktizierende
- ein System der Zwangsarbeitslager (Laogai) dient als Werkzeug der Unterdrückung
- 1,3 Millionen Pekinger Bürger sind zu Gunsten von Olympischen Bauwerken aus ihren Wohnungen vertrieben worden
- Bürgerrechtler, Oppositionelle, Andersdenkende und Menschenrechtsanwälte werden verfolgt
- Organhandel und Organraub an wehrlosen Opfern schreiten voran
- es herrscht strenge Medienzensur und Medienlenkung
- es gibt kein freier Zugang zum Internet
Stationen und Aktionen: Stuttgart, Frankfurt, Würzburg, Mannheim, Berlin…
Bereits am 2. August war die IGFM-Wanderausstellung “Games of Shame” auf dem Schlossplatz in Stuttgart zu sehen, bevor sie am 7. August im Berliner Mauermuseum Haus am Checkpoint Charlie im Rahmen einer Pressekonferenz den Medien präsentiert wurde. Am Freitag, dem 8. August 2008, aus Anlass der Eröffnung der Olympischen Spiele hatte die IGFM in Frankfurt/M. auf dem Römerberg vor der Nikolaikirche eine ganztägige Veranstaltung zum Thema “Menschenrechtsverletzungen in China” durchgeführt.
Begleitet von der Wanderausstellung “Games of Shame” fand um 14:08 Uhr - zeitgleich mit der Eröffnung der Olympischen Spiele - eine Kundgebung statt. Die Referenten - der EU-Abgeordnete Thomas Mann MdEP, die chinesische Fernsehjournalistin Yiyuan Zhou von NTD-TV sowie Man-Yan Ng und Hubert Körper vom Vorstand der IGFM - übten harsche Kritik an den Übergriffen der chinesischen Regierung auf Bürgerrechtler, Oppositionelle und Minderheiten, an der fehlenden Pressefreiheit und der administrativen Haft, an Zwangsarbeit und Organentnahme bei Hinrichtungsopfern.
Weitere Informationen und Bilder von den einzelnen Stationen finden Sie hier…

