Islamistische Praxis: Im Iran werden immer mehr Kinder hingerichtet

11. Juli 2008 | Von admin | Kategorie: Read the World!

Click to enlargeMohammad Hassanzadeh starb am 10. Juni im Gefängnis der westiranischen Stadt Sanandaj am Galgen. Als der Henker ihm das Leben nahm, war er 16 Jahre und 11 Monate alt, das geht aus seinem Pass hervor, der in einer arabischen Zeitung veröffentlicht wurde.

Hingerichtet wurde er, weil ihm vorgeworfen wurde, im Alter von 14 Jahren einen zehnjährigen Jungen umgebracht zu haben. Sein Vater wurde von der bevorstehenden Hinrichtung nicht informiert und erfuhr von ihr erst im Nachhinein - obwohl selbst das Gesetz im Iran vorschreibt, dass bei der Hinrichtung Minderjähriger die Eltern 48 Stunden vor der Vollstreckung zu informieren sind. Aber Diktaturen halten sich selbst an die eigenen “Gesetze” nur in Ausnahmefällen.

Die beiden Diktaturen China und Iran führen die Weltrangliste in Sachen Hinrichtungen an. Nahezu täglich werden im kommunistischen “Reich der Mitte” und in der “Islamischen Republik Iran” Menschen hingerichtet - weil sie in Opposition zu den Despotenregimen stehen, andersgläubig sind, weil sie homosexuell sind oder weil sie als Frau Opfer einer Vergewaltigung wurden. Besonders im Iran, wo das islamische “Recht” der Scharia Gesetz ist, werden immer mehr Jugendliche und Kinder Opfer staatlicher Mordlust.

Behnoud Shojaee ist ein heute 20-jähriger, der in einer anderen iranischen Todeszelle auf seine Hinrichtung wartet. Vor drei Jahren, er war gerade 17 Jahre alt geworden, wollte er einen Streit in einem Teheraner Park schlichten. Sein Freund war mit einem Unbekannten aneinander geraten, dieser bedrohte seinen Freund und ihn mit einem Messer und attackierte Shojaee mit der Waffe. Er wehrte sich mit einer Glasscherbe, der Angreifer wurde verletzt und starb, der Angegriffene wurde festgenommen und von einem “Gericht” zum Tode verurteilt.

Theoretisch hat der Iran diverse internationale Abkommen unterzeichnet, die ausschließen, dass Verurteilte hingerichtet werden, die zur Tatzeit das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Was den Iran aber internationale Verpflichtungen und Abkommen scheren, zeigt die Tatsache, das die “Islamische Republik Iran” seit 1990 mindestens 28 Jugendliche hat hinrichten lassen. Derzeit sitzen nach Angaben von Amnesty International mindestens 138 tatsächliche oder angebliche jugendliche Straftäter in Todeszellen des Iran und warten auf ihre Hinrichtung.

Menschenrechtsorganisationen berichten bereits seit Monaten von einer zunehmenden Brutalität des iranischen Repressionsapparates gegen die eigene Bevölkerung, einhergehend mit einer zunehmenden Aggressivität der iranischen Kriegsvorbereitungen und dem verstärkten Bemühen des Mullahregimes, sich atomar zu bewaffnen und mit neuen, weiterreichenden Langstreckenraketen die Voraussetzungen für atomare Angriffe auf Israel und Europa zu schaffen. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass diese “Doppelstrategie” für faschistische Regime nicht ungewöhnlich ist - mit einer brutalen Unterdrückung soll “Ruhe” an der “Heimatfront” geschaffen werden und der Rücken für die geplante Kriegsführung frei halten.

Weltweit richten noch zwei weitere Staaten Jugendliche hin: Saudi-Arabien und Jemen, in denen jeweils ebenfalls die Scharia Gesetz ist.

weiter…

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3 Kommentare
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  1. Ein schreckliches Unrechtsregime, doch auch hier sind kleine Schritte und diplomatisches Fingerspitzengefühl notwendig. Hoffentlich wird die Besonnenheit die Verantwortlichen von einem Angriff auf den Iran abhalten, denn dies würde nur die Position der dortigen Radikalen stärken.Es wird nichts nützen

  2. Es ist einfach nur abstoßend. Wie kann soetwas hingenommen werden, von der dortigen Bevölkerung? Menschenfeidliche Grausamkeit und das auch noch religiös begründet. Leider sind die meisten anderen islamischen Staaten nicht viel besser.
    Über diese Mentalität konnte man heute ja wieder einiges erfahren beim Umgang mit den entührten und getöteten israelischen Soldaten. Die Hisbolla feierte ihre eigene Grausamkeit, unterstützt vom Iran!

  3. Barbaren, genauso wie ihre Schützlinge der Hisbulla im Libanon. Feige Mörder und Leichenfledderer.

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