Goldene Aussichten…
28. Juli 2008 | Von ingrid | Kategorie:Read the World!Sind Ihnen Worte wie Garimpeiros oder Ninjas von Ogoomor, Ilha Bela oder Aurul ein Begriff?
Wenn nicht, dann gab DER SPIEGEL in seiner Ausgabe Nr. 12 vom 17.03.2008 mit Artikeln zum Thema „Schmutziges Gold “ reichlich Anlass, mehr darüber zu erfahren. All diese Begriffe sind mit dem neuen Interesse an dem Edelmetall Gold verbunden.
Die weltweite Finanzkrise hat eine Flucht in stabile Werte ausgelöst. Gold, das jahrzehntelang als konservative, wenig risikofreudige und daher nicht eben gewinnorientierte Finanzanlage galt, hat nun eine neue Bedeutung bekommen. Der seit Jahrtausenden begehrte glänzende „Rohstoff“ hat einen neuen Rekordwert von über 1.000 US $ pro Unze (ca. 31 g) erreicht und macht damit seinem Namen alle Ehre.
Nicht ganz so glänzend sind jedoch die Aussichten für diejenigen, die sich auf der Suche nach ihm nicht nur die Hände „schmutzig“ machen. „Ich habe noch nie einen Garimpeiro (bras. f. Goldsucher) gesehen, der reich geworden ist“, zitiert DER SPIEGEL Edson Clayton da Silva, einen Unternehmer aus Ilha Bella, einem Versorgungsposten für Goldsucher in Brasilien.
Bildquelle: www.spiritofbaraka.com
Diejenigen, die aus Verzweiflung und Not dem Lockruf des nunmehr teuren Goldes folgen, bezahlen ihre Anstrengungen meist mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Den Gewinn haben die Zwischenhändler oder die ganz großen Firmen. Denn um den wertvollen Stoff zu fördern, bedarf es zunächst eines finanziellen Großeinsatzes und den können sich nur die Großunternehmen leisten. Wie die Kampagne „No dirty gold“ berichtet, hinterlässt der aktuell enorm zunehmende Goldbergbau nicht nur Gesundheitsschäden bei Goldsuchern, sondern auch Reste hochgiftigen Zyanids, das zur Goldgewinnung notwendig ist. Die Müll- und Abraumhalden der verlassenen Minen sorgen für dauerhafte Schäden in der Landschaft.
Zum Thema Gold:
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„Der Fluch des Goldes“ (Spiegel online v. 17.03.2008 – PDF)
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Grundsätzliches über Gold (wikipedia)
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Goldpreis (focus.de)
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“No dirty gold” – Gemeinsame Kampagne amerikanischer Umweltorganisationen
Sich engagieren:
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FIAN Deutschland : “Ghana im Goldrausch”
AKTUELL!
Tausende von Kindern schuften in afrikanischen Goldminen
von Rukmini Callimachi und Bradley Klapper / APTausende von Kindern arbeiten in west- und zentralafrikanischen Goldminen und ruinieren dabei ihre Gesundheit. Manche von ihnen sind erst vier Jahre alt. Auf verschlungenen Wegen gelangt ein grosser Teil des Goldes in die Schweiz, wo es mit Gold aus legitimen Quellen gemischt und zu Luxusgütern verarbeitet wird.

