Global Marshall Plan Initiative

26. Juli 2008 | Von admin | Kategorie: Read the World, Read the World!

Ernährung sichern weltweit

Wenn die internationale Gemeinschaft nicht innerhalb der nächsten zwei Monate reagiert, drohen 14 Millionen Menschen am Horn von Afrika Hungersnot, warnt die Pariser “Le Monde” am Wochenende. Es ist nicht nur die Trockenheit, sondern vor allem schlampige Regierungsführung und hohe Treibstoffpreise, die die Menschen in Äthiopien, Eritrea, Somalia, Kenia und Uganda akut bedrohen.



Die Konzepte zur Entwicklungshilfe müssen, so “Le Monde” völlig umgekrempelt werden. So koste in Äthiopien das dort angebauten Getreide mehr als das importierte. Die internationale Hilfe mache die Bauern noch ärmer und die Länder noch abhängiger vom Ausland.

Vor kurzem erschien ein neuer Bericht an die Global Marshall Plan Initiative. Die Initiative setzt sich ein für ein verbessertes und verbindliches globales Rahmenwerk für die Weltwirtschaft, das die Wirtschaft mit Umwelt, Gesellschaft und Kultur in Einklang bringt. Der von Franz-Theo Gottwald und Franz Fischler herausgegebene Bericht vereint Beiträge von anerkannten Expertinnen und Experten, die sich in internationalen Organisationen, bei Regierungen und in NGOs Nichtregierungsorganisationen für eine zukunftsfähige Gestaltung der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik einssetzen.





Hunger und Mangelernährung, aber auch klimabedingte und demografische Veränderungen stellen die Landwirtschafts- und Ernährungspolitik weltweit vor enorme Herausforderungen. Auch hier kommen die Autoren zum Schluss, dass eine weitere Verschärfung der Krise nur durch eine grundlegende Neuorientierung der agrar-, handels- und entwicklungspolitischen Instrumente verhindert werden kann.

Der Bericht beschreibt die Bausteine eines Alternativkonzepts, in dem das Recht auf Nahrung, die Bedürfnisse der Landbevölkerung, die ökologische Nachhaltigkeit und die Verlangsamung des Klimawandels im Vordergrund stehen. Dabei geht es nicht nur um die nachhaltige Gestaltung der landwirtschaftlichen Produktion - eine faire globale Handels- und Wettbewerbspolitik ist ebenso wichtig wie angepasste Bildungs- und Energieversorgungsentwürfe für den ländlichen Raum.

http://www.globalmarshallplan.org

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