Burmaraiders: eine Fahrradtour für Menschenrechte über 15.000 Höhenmeter
5. September 2007 | Von nikal | Kategorie: Support Humanity!Mit einer ungewöhnlichen Aktion machen seit dem 19. Juli zwei Stuttgarter auf die Menschenrechtssituation in Burma aufmerksam.
Die Aktion Burmaraiders, initiiert vom Verein „Helfen ohne Grenzen e.V.“ will die Lage der burmesischen Flüchtlinge ins öffentliche Bewusstsein rücken. Mit einer 1.200 km langen Fahrradtour entlang der Grenze, die auf einer interaktiven Website begleitet wird, wollen Florian Niethammer und Florian Fischer Spenden für die Flüchtlinge sammeln. Ab einer Spende von 5 Euro kann man selbst zum virtuellen Burmaraider werden. Um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen, fahren sie ausschließlich auf thailändischer Seite. Auf der Website berichten sie unter anderem mit Videos von der Situation der Menschen in den Lagern. Der Verein garantiert, jede Spende dem Projekt zu Gute kommen zu lassen.
Durch einen Putsch konnte sich 1962 in Burma eine Militärdiktatur etablieren. Seit dem herrscht im Land ein fast vergessener Bürgerkrieg. Derzeit leben ca. 500.000 illegale Flüchtlinge in Thailand, 1 Mill. Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, verstecken sich im Dschungel vor Vergewaltigungen, Folterungen und Hinrichtungen durch die Militärjunta. Viele sind Angehörige ethnischer Minderheiten. Allein im vergangenen Jahr wurden im rohstoffreichen Osten Burmas 232 Dörfer zerstört. Über 160.000 weitere Flüchtlinge leben in Lagern an der thailändisch-burmesischen Grenze, manche von ihnen seit mehr als 20 Jahren. Da sie als staatenlos gelten, dürfen sie die Lager nicht verlassen.

