Shooting Dogs – Was riskierst Du um ein Leben zu retten?
18. Mai 2007 | Von atsil | Kategorie:Support Humanity!Nach dem Flugzeugabsturz des Präsidenten von Ruanda im April 1994 eskaliert der Bürgerkrieg zwischen den Hutu-Milizen Interahamwe und den Tutsi-Minderheiten.
Hier beginnt die Geschichte von Pater Christopher und dem junge Lehrer Joe, die etwa 3000 Tutsis an der Berufsschule “Ecole Officielle Technique ” in Kigali Unterschlupf bieten, um sie vor den Macheten der Hutus zu beschützen. Mit allen Mittel versuchen die beiden jedes einzelne Leben vor dem grausamen Tod zu bewahren.
Die Schule dient gleichzeitig als UN-Stützpunkt – doch statt Hilfe zu leisten, berufen sich die Blauhelme auf ihr Mandat “den Friedensprozess zu beobachten” und entziehen sich ihrer Verantwortung im Falle eines Völkermords einzugreifen.
Pater Christopher und Joe müssen zusehen, wie in Gegenwart der UN-Truppe Menschen auf bestalische Weise abgeschlachtet werden – diese Ohnmacht und Wut überträgt sich auf den einzelnen Zuschauer.
Schliesslich folgen die UN-Soldaten dem Befehl zum Flughafen abzurücken und überlassen die Flüchtlinge ihrem unausweichlichen Schicksal – das Gelände der “Ecole Officielle Technique” verwandelt sich in ein Schlachtfeld.
“Shooting Dogs” basiert auf einer wahren Geschichte und ermahnt die internationale Gemeinschaft zu handeln, statt wegzusehen.
Um die Authentizität des Films zu gewährleisten, wurde unter anderem mit überlebenden ehemaligen Schülern am Originalschauplatz gedreht.
Popcorn gab es bei der Berlin-Premiere nicht, aber dafür gaben sich der Botschafter von Ruanda, die Darsteller John Hurt und Dominique Horwitz, der Produzent, der Regisseur und Bob Geldof die Ehre.
Bob Geldof, der derzeit in Berlin Aktionen im Rahmen des G8-Gipfels vorbereitet, nutzte die Gelegenheit das Publikum an den gegenwärtigen Völkermord in Darfur zu erinnern:
Jeder kann was tun, um ein Leben zu retten!